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IT Revolution (mit M. Rummel )
"How did you sleep?" - "Good. I love to work intuitive..."
Simple dynamic content installation, CMS basis template Demo Website, Corporate Design.
Haha, Time Magazin says: Telling consumers their data is in the cloud is like telling a kid his dog has gone to doggie heaven.
"Wie hast du geschlafen?" - "Gut. Ich mag es, meine website intuitiv zu bearbeiten..."
Wie sieht die topologische Verformung des Internets aus?
- ein paar gute Fragen.

ein paar didaktische Beispiele

Dynamische Programmierung wie Working Idea (von Thomas Schaarschmidt)
Webseiten und Redesign für Firmen und
Filialen, wie Berlin de oder Wien at und München de
Kunsthistoriker wie Tanja Jorberg,
Pinakothek der Moderne München
Theater in München wie
Millionendorf-Theater
Verlagspartner wie Publishers Row
Chicago and e-book Shuk Chicago (von Alex Gendler)

Kirch302   Linden1_302
     
Bayerische Revolution 1705 - Amerikanische Revolution 1775 - Bavarian Revolution 1705  - American Revolution 1775

Söldner brannten die Sendlinger Margarethen Kirche
in der Mordweihnacht 1705 nieder. 1711 wurde sie
im Barockstil wiederaufgebaut. Heute präsentiert sie
sich in renoviertem Gewand. Nichts deutet zunächst
auf das grausame Geschehen hin. Die verzweifelten
Oberländer versammelten sich am 23.12.1705 im
Kloster Schäftlarn. Geistliche unterstützten den
Aufstand. Sie wussten nichts vom Verrat. Zu Essen
hatten sie nix, aber die Flösser brachten das Bier
von der Wirtin aus Tölz voraus. Nach mehrmaligem
Umkehren erreichten sie am 24.12. um 10 Uhr auf
die Nacht Thalkirchen, besetzten den Roten Turm
und rannten auf das Isartor zu. Doch die verabredete
Öffnung des Tores blieb aus. Auf Mitternacht
stürmten sie erfolglos an, wurden zurück
geschlagen und zogen sich nach Sendling zurück.
Dort nahm am 25.12. gegen 10 Uhr früh das
Gemetzel seinen Lauf. Die Männer mussten in den
Schnee nieder knien. Bei Abgabe ihrer
kümmerlichen Waffen wurde ihnen Gnade
versichert. Doch kurz darauf stürmten die Söldner
durch die Reihen, machten alle nieder und raubten
ihnen das letzte Hemd. Nur wenige konnten fliehen.
Von ihnen zeugen heute noch die Tafeln in
Schäftlarn und Rottach.

Stem1_302

Die Strassennamen von Sendling erinnern an den
Aufstand vor 300 Jahren: Namen wie Plinganser,
Jägerwirt, Senser, Kidler, Daiser, Mayer, Aberle,
Clanze, Heckenstaller, Engelhard, Passauer,
Hofmann sind Anführern gewidmet. Namen wie
Arzbach, Dietramszell, Gaissach, Gotzing,
Jachenau, Königsdorf, Lenggries, Marbach,
Reutberg, Schaftlach, Valley, Wackersberg, oder
Gelting, Gmund, Tölz und Waakirchen sind Orten im
Oberland gewidmet, aus denen die rebellierenden
Bürger nach München strömten. Nach allen mutigen,
verzweifelten Männern und Frauen zusammen wurde
die Oberländerstrasse benannt.

Denk302

Das Oberländergrab befindet sich auf dem
ehemaligen Friedhof, gestiftet 1833 vom Geheimrat
Philip Ritter von Zwackh auf Holzhausen. Mit seiner
Stiftung ermöglichte er Messopfer, unterstützte die
Armen und Schulkinder in Sendling. Die Inschrift
lautet: "Unter diesem stillen Grabhügel ruhen 800
Bauern vom bairischen Oberland, gefallen nach
blutiger Gegenwehr an den Mauern des Kirchhofs im
hochherzigen Kampf für Fürst und Vaterland."

Schmied_Koch302

Auf der anderen Seite der Lindwurmstrasse steht der
Schmied von Kochel, dessen tatsächliche Gestalt
auf den Schmied Balthasar Riemensberger vom
Weiler Bach bei Neukirchen (Weyarn) zurückgeht.
Seine Legende hat sich im Volk erhalten. Er habe
einen Morgenstern schwingend sich heldenhaft
verteidigt und sei als einer der letzten im Sendlinger
Kirchhof gefallen. Das Brunnendenkmal hat die
Stadt München 1911 eingeweiht.

Falkenturm302

Im Falkenturm wurden die überlebenden Anführer
gefangen gehalten bis zur Hinrichtung.

1706_Hinrichtung302

Johann Clanze war ein Anführer des bayerischen
Volksaufstandes 1705. Er wurde am 29. Januar
1706 zusammen mit Johann Georg Aberle,
Sebastian Senser und Johann Georg Kidler auf dem
Schrannenplatz in München, dem heutigen
Marienplatz, mit dem Schwert enthauptet.

GotzTromm_302

Die Oberländer Trommel von 1705 mit der zuletzt
Chamade, Ergebung getrommelt wurde, ist als
Leihgabe der Gemeinde Gotzing im Heimatmuseum
in Miesbach
aufbewahrt.

Gotz_Hausbild302 
Der Gotzinger Trommler ist an die Hauswand des
Wirtshauses in Gotzing bei Weyarn gemalt. Triebel
Hans ist der Wirt voller Leidenschaft und Herzblut.
Tel. 08020 1728. Montag Ruhetag.
Achtung: Tschüss freie Zone.

   

Das Fresko an der Nordwand der Margarethen
Kirche gemalt 1830 von dem Münchner Maler
Wilhelm Lindenschmit dem Älteren erinnert an die
Schlacht. Es stellt den legendären Schmied von
Kochel und seine gefallenen Kameraden dar, wie
sie von den Söldnern des Kaisers ermordet
wurden. Wenige hatten Ahnung vom Krieg. Sie
waren meist Bauernsöhne, Knechte, Kuhhirten,
Schreiber, Flößer, Handwerker, so wie Schmied
Balthasar Riemensberger, Jäger Schöttle,
Gerichtsschreiber Plinganser, Student Passauer,
Hauptmann Mayer, Leutnant Clanze, Weinwirte
Jäger und Kidler, Kommissar Fuchs u.a.

Votiv_Egern302

Detail der Votivtafel von der Rettung Aufständischer
in der St. Laurentius Kirche in Egern .

Das "Braunauer Parlament." - der Westfälische
Friede von 1648 bot den Bürgern keinen Schutz vor
der Willkür des Kaisers. Ihr Freiheitsdrang war
größer als ihr Lebenserhaltungstrieb. Doch die stolze
Residenzstadt München hat sie im Stich gelassen.

Die drückenden Lasten des Kaisers im Bunde mit
den Engländern, Steuern und Abgaben, zwangs-
rekrutierte Männer, treiben die Baiern landesweit in
den Aufstand. Die Volkserhebung wird von den
Landesdefensionen angeführt, von den Vorgängern
der heutigen Gebirgsschützen. Doch nicht alle
Defensionen machen mit. In der Sendlinger Mord-
weihnacht bricht dieser Aufstand in einer bitteren
Niederlage zusammen. Die Landsknechte machen
keine Gefangenen und kennen kein Erbarmen. Die
waffenlos Ergebenen werden grausam hingemetzelt.

Goett_Rait_Kunk302

Zum 300.Jahrestag "trommeln" (von links)
Otto, Sepp und Wolfram in "Bluadige Zeiten"

"Lieder, Texte und Betrachtungen zum Aufstand
der Oberländer.

Anno 1705. Baiern ist von Kaiserlichen Truppen
besetzt. Kurfürst Max Emanuel ist geflohen,
verbündet sich mit den Franzosen und vergnügt
sich in Brüssel. Das Land ächzt unter der Last
der ständigen Steuereintreibungen und
Rekrutierungen. Die bairischen Beamten leisten
den Besatzern getreulich Amtshilfe. Überall
herrschten Denunziation und Verrat. Erpressung,
Plünderung, Raub, Verwüstung, Folterung,
Vergewaltigung, Mord und Totschlag sind an
der Tagesordnung. Ganz Baiern droht im Chaos
zu versinken. Da erheben sich zuerst im
Unterland und wenig später auch im Oberland
Handwerker und Bauern, um dem Schrecken ein
Ende zu bereiten. Gemeinsam wollen sie die
Landeshauptstadt München erobern und die
Besatzer verjagen. "Lieber Bairisch sterben als
Kaiserlich verderben!" Die Unterländer ziehen von
Burghausen, Altötting, Mühldorf, Kraiburg nach
Anzing und werden dort durch Verhandlungen
aufgehalten. Die Oberländer kommen mit Flössen
von Lenggries, Tölz, Schäftlarn, Starnberg. Das
Unternehmen endet in einem Desaster. Am 25.
Dezember 1705 werden die Oberländer in der
"Sendlinger Mordweihnacht" von den Kaiserlichen
Truppen abgeschlachtet.

Ein literarisch musikalisches Spektakulum von
und mit Otto Göttler, Sepp Raith, Wolfram Kunkel"
Tel. 08144 981 87 Fax 989 223
Premiere: September 2005 in der Gotzinger
Trommel; am 25.12.2005 im Fraunhofer.
Send_Heid_WKob302

So sah die Erhebung um 1812 aus. Sendlinger
Ansicht, eine Radierung von Wilhelm von Kobell.

Fried302

Heutige Ansicht durch die alten Bäume vom
Kirchhof auf die Oberländerstraße.

Gotz_KirchTaf302

Gotzinger Kirchentafel.

deutschland_1648_302

Im 30-jährigen Krieg von 1618-1648 ist Deutschland
ein Schlachtfeld: schreiende Kinder und Frauen,
Landsknechte aus Europa
morden auf Deutschem
Boden
im Auftrag der Kirchen Fürsten. Jeder Dritte
ist tot, andere sagen jeder Zweite.
Länder wie
Holland und Belgien, Burgund, Savoyen, Piemont
gehen verloren. Die traurige Vorgeschichte von
1705, Mord und das Deutsche Drama.


Andreas Gryphius lebte von 1616-1664,
während des 30-jährigen Krieges schrieb er:

Es ist alles Eitel.
DV sihst / wohin du sihst nur Eitelkeit auff Erden.
Was diser heute baut / reist jener morgen ein: Wo
itzund Städte stehn / wird eine Wisen seyn /
Auff der ein Schäfers Kind wird spilen mit den
Herden: Was itzund prächtig blüht / sol bald
zutretten werden Was itzt so pocht und trotzt ist
Morgen Asch und Bein / Nichts ist / das
ewig sey / kein Ertz / kein Marmorstein. Itzt lacht
das Glück uns an / bald donnern die Beschwerden.
Der hohen Thaten Ruhm muß wie ein Traum vergehn.
Soll denn das Spil der Zeit / der leichte Mensch
bestehn? Ach! was ist alles diß / was wir vor köstlich
achten / Als schlechte Nichtikeit / als Schatten/
Staub und Wind; Als eine Wisen Blum / die man
nicht wider find't. Noch will was Ewig ist kein einig
Mensch betrachten!

Vexier302

Vexierbild aus der Zeit. Aus dem
Totenkopf wird
ein junger Mann, wenn er auf dem Kopf steht.

Mit erschreckten Augen schaun wir auf das Grauen.
Verstehn wir es auch?

Erst müssen die Deutschen mit Arbeit,
mit Geld,
dann mit ihrem Blut bezahlen, was die
Grosskopferten aushecken. Und wenn sie wirklich
mal einen gemeinsamen Entschluss gefasst haben,
werden sie von eignen Leuten verraten.

Oh, du fröhliche, gnadenbringende Weihnachtszeit,
freue dich, oh Christenheit.

 
 
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